Die Herstellung von Champagner

Champagner ist eines der edelsten Getränke der Welt und wird oft mit Luxus, Eleganz und Feierlichkeit in Verbindung gebracht. Doch wie wird dieser besondere Schaumwein eigentlich hergestellt? Der Herstellungsprozess von Champagner ist eine Kunst für sich und erfordert viel Erfahrung und Know-how. In diesem Blogpost werden wir Ihnen den gesamten Herstellungsprozess von Champagner von der Traube bis zur Flasche erklären. Lesen Sie weiter und erfahren Sie alles über die malolaktische Gärung, die Tirage, das Degorgement und vieles mehr. Wir geben Ihnen Einblicke in die Techniken und Geheimnisse, die von den besten Champagnerherstellern der Welt angewendet werden. Kommt auf den Geschmack und schaut bei unserem Shop vorbei : www.champagnedna.at

Champagne Traube

Vom Grundwein zum edlen Tropfen

Champagner ist ein Schaumwein aus der gleichnamigen Region in Frankreich und wird nach einem speziellen Verfahren hergestellt. Die Produktion von Champagner ist sehr aufwendig und erfordert viel Fachwissen und Sorgfalt. In diesem Blogpost erfahren Sie, wie Champagner hergestellt wird und welche Schritte notwendig sind, um den perfekten Champagner zu kreieren.

Zunächst wird aus einer Mischung von Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay-Trauben ein Grundwein hergestellt. Dieser Wein wird in Tanks gelagert und durchläuft eine sogenannte malolaktische Gärung, bei der der Säuregehalt des Weins reduziert wird.

Die erste Gärung bei der Herstellung von Champagner beginnt mit der Zugabe von Hefe und Zucker zum Grundwein. Dieser Prozess wird als “prise de mousse” oder “Anstich” bezeichnet. Die Hefe beginnt den Zucker zu verdauen, was zu einer alkoholischen Gärung führt. Dabei entstehen Kohlendioxid und Alkohol. Die Kohlendioxidbläschen werden im Tank oder Fass gefangen gehalten, um dem Champagner später die Perlage zu verleihen. Dieser Vorgang dauert in der Regel etwa 10 bis 14 Tage und kann je nach Witterungsbedingungen variieren. Nach Abschluss der Gärung wird der Champagner für eine bestimmte Zeit auf der Hefe gelagert, um Aromen und Komplexität zu entwickeln. Dieser Vorgang wird als “sur lie” bezeichnet. Anschließend wird der Wein geklärt und filtriert, um die Hefe und andere Partikel zu entfernen, bevor er zur zweiten Gärung in die Flasche gefüllt wird.

Rose Champagner pressen

Der Grundwein

Der Grundwein ist der Ausgangswein für die Herstellung von Champagner. Es handelt sich dabei um einen stillen Wein, der aus den Trauben der Champagne-Region gewonnen wird und als Basis für die Sekundärfermentation dient, die für die Herstellung von Champagner notwendig ist.

Der Grundwein wird durch eine erste Gärung erzeugt, bei der die Trauben gepresst und der entstandene Saft in Tanks oder Fässern gelagert wird. Dabei werden die Trauben oft sortenrein verarbeitet, um einen Wein mit spezifischen Eigenschaften und Charakteristiken zu erhalten.

Malolaktische Gärung

Die malolaktische Gärung ist ein wichtiger Schritt in der Herstellung von Champagner. Dabei handelt es sich um einen biologischen Prozess, bei dem Apfelsäure in Milchsäure umgewandelt wird. Die malolaktische Gärung findet nach der alkoholischen Gärung statt und wird von bestimmten Bakterien ausgelöst, die natürlicherweise auf den Trauben und im Keller vorkommen.

Die malolaktische Gärung hat verschiedene Auswirkungen auf den Champagner. Zum einen verändert sie den Geschmack und die Textur des Weins, indem sie ihn weicher und runder macht und ihm eine cremige Note verleiht. Zum anderen kann sie auch dazu beitragen, dass der Champagner länger haltbar ist, da die Milchsäure als Konservierungsmittel wirkt.

Es gibt jedoch auch Nachteile bei der malolaktischen Gärung. Zum Beispiel kann sie dazu führen, dass der Champagner seine Frische und Fruchtigkeit verliert. Außerdem ist sie schwierig zu kontrollieren und kann unerwünschte Aromen wie Butter oder Käse produzieren, wenn sie zu stark ausgeprägt ist.

Daher entscheiden sich einige Champagnerproduzenten dafür, die malolaktische Gärung zu vermeiden oder nur teilweise durchzuführen, um den Charakter und die Frische des Weins zu bewahren. Andere setzen sie gezielt ein, um bestimmte Geschmacksprofile zu erzielen.

Die malolaktische Gärung kann gestoppt werden, indem man den Wein bei einer bestimmten Temperatur kühlt oder Schwefeldioxid hinzufügt. Durch das Abkühlen des Weins auf etwa 10-15°C kann die malolaktische Gärung gestoppt werden, da die Bakterien bei dieser niedrigen Temperatur inaktiv werden. Eine andere Möglichkeit ist die Zugabe von Schwefeldioxid, das die Bakterien abtötet. Allerdings kann zu viel Schwefeldioxid den Geschmack des Weins beeinträchtigen und es ist wichtig, die richtige Menge zu verwenden. Die Wahl der Methode hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. dem Stil des Champagners und den Vorlieben des Winzers.


Anschließend wird eine Mischung aus Zucker, Hefe und Wein (Tirage) zum Grundwein hinzugefügt, um eine zweite Gärung in der Flasche auszulösen. Diese Gärung dauert mehrere Wochen und führt zur Bildung von Kohlensäure und Schaum. Während dieser Zeit wird die Flasche durch spezielle Bewegungen regelmäßig gedreht und gekippt (Rütteln), um die Hefeablagerungen im Flaschenhals zu sammeln.

Tirage

Die Tirage ist ein entscheidender Schritt in der Herstellung von Champagner, da sie die zweite Gärung des Weins in der Flasche auslöst. Hierbei wird der Grundwein mit einer Mischung aus Zucker und Hefe, auch Liqueur de Tirage genannt, versetzt, um die zweite Gärung in der Flasche zu ermöglichen. Während dieser Gärung wird Kohlendioxid freigesetzt, das in der Flasche eingeschlossen wird und so den charakteristischen Sprudel des Champagners erzeugt.

Ein wichtiger Aspekt der Tirage ist die genaue Dosierung des Liqueur de Tirage, da dies den Kohlendioxid- und Alkoholgehalt des Champagners beeinflusst. Es erfordert eine gewisse Erfahrung und Präzision, um die ideale Menge an Zucker und Hefe hinzuzufügen, um die perfekte zweite Gärung zu erzielen.

Während der Tirage wird die Flasche auch mit einem Kronkorken verschlossen, um den Druck der Kohlendioxidbildung in der Flasche zu halten. Die Flaschen werden dann in horizontaler Position auf sogenannte Rüttelpulte gelegt, um den Hefeausfall zu erleichtern, ein Prozess, bei dem sich die Hefe während der zweiten Gärung in der Flasche ansammelt und dann entfernt wird.

Insgesamt ist die Tirage ein komplexer und wichtiger Schritt in der Herstellung von Champagner, der Präzision und Erfahrung erfordert, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Degorgement

Nach Abschluss der zweiten Gärung wird der Champagner degorgiert, das bedeutet, dass der Hefesatz entfernt wird. Das Degorgement ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Champagnerherstellung. Dabei wird der Hefesatz, der nach der zweiten Gärung im Flaschenhals zurückbleibt, entfernt. Dies geschieht durch Gefrieren des Flaschenhalses, wodurch der Hefesatz zusammen mit einem kleinen Teil des Champagners als Eisstück aus der Flasche geschleudert wird. Anschließend wird der Flaschenhals mit einem Champagnerlikör aufgefüllt, um den Verlust an Flüssigkeit auszugleichen und den Champagner zu versüßen.

Das Degorgement ist ein besonders wichtiger Schritt, da er das Aroma und den Geschmack des Champagners stark beeinflusst. Durch das Entfernen des Hefesatzes wird der Champagner klar und erhält sein charakteristisches Aussehen. Darüber hinaus wird durch die Zugabe des Champagnerlikörs der Geschmack des Champagners beeinflusst. Der Champagnerlikör (Liqueur d’expédition). Damit wird der den gewünschten Geschmack und Restzuckergehalt erzielt. Anschließend wird die Flasche mit einem Korken verschlossen und mit einem Drahtkäfig (Agraffe) gesichert.

Die Dosage, also die Menge des zugesetzten Champagnerlikörs, variiert je nach Champagnerhersteller und kann den Geschmack des Champagners von trocken bis süß beeinflussen.

Das Degorgement ist somit ein entscheidender Schritt in der Champagnerherstellung, der die Qualität und den Geschmack des Champagners maßgeblich beeinflusst.

Flaschenreifung

Die Reifezeit von Champagner in der Flasche ist ein wichtiger Faktor für die Qualität des Endprodukts. Während die gesetzliche Mindestlagerungsdauer für Champagner in der Flasche 15 Monate beträgt, reifen viele Champagner für mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte, bevor sie in den Verkauf gehen. Während dieser Zeit findet eine chemische Reaktion statt, die als Autolyse bezeichnet wird und bei der Hefezellen in der Flasche abgebaut werden und ihre Aromen und Geschmacksstoffe freisetzen. Dadurch entsteht eine komplexe Aromatik und ein voller, runder Geschmack.

Die Dauer der Reifezeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der verwendeten Traubensorte, dem Jahrgang, der Art der Verarbeitung und der gewünschten Geschmacksprofil des Champagners. Einige Winzer entscheiden sich für eine längere Reifezeit von mehreren Jahren oder sogar Jahrzehnten, um einen noch komplexeren Geschmack und eine höhere Qualität zu erzielen.

Es gibt jedoch auch Champagner, die nach der Mindestlagerdauer von 15 Monaten verkauft werden, um ihre Frische und Lebendigkeit zu bewahren. Diese Champagner werden oft als “Jungweine” bezeichnet und haben einen knackigen, fruchtigen Geschmack, der perfekt für den sofortigen Genuss geeignet ist.

Champagner einschenken

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Herstellung von Champagner ein komplexer und aufwändiger Prozess ist. Es beginnt mit der sorgfältigen Auswahl der Trauben und der Weinherstellung. Die malolaktische Gärung ist ein wichtiger Schritt, um die Säure des Weins zu mildern und die komplexe Aromatik zu fördern. Die zweite Gärung in der Flasche und die Lagerung auf der Hefe ermöglichen es dem Champagner, seine charakteristischen Geschmacksnoten und Aromen zu entwickeln. Das Degorgement und die Dosage sind entscheidende Schritte für die Herstellung von trockenem oder süßem Champagner.

Jeder Schritt im Herstellungsprozess erfordert präzise Handhabung und sorgfältige Kontrolle, um die Qualität und die geschmacklichen Eigenschaften des Champagners zu gewährleisten. Die Expertise und das Know-how der Champagnerhäuser und Winzer sind entscheidend für die Herstellung von Spitzenchampagnern. Daher ist es nicht überraschend, dass Champagner zu den teuersten und exklusivsten Weinen der Welt zählt.

Wie wird Champagner hergestellt?

Die Produktion von Champagner ist sehr aufwendig und erfordert viel Fachwissen und Sorgfalt. Zunächst wird aus einer Mischung von Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay-Trauben ein Grundwein hergestellt. Ein Champagner aus Chardonnay, wird als Blanc de Blancs bezeichnet. Dieser Wein wird in Tanks gelagert und durchläuft eine sogenannte malolaktische Gärung, bei der der Säuregehalt des Weins reduziert wird. Die Tirage ist ein entscheidender Schritt in der Herstellung von Champagner, da sie die zweite Gärung des Weins in der Flasche auslöst. Hierbei wird der Grundwein mit einer Mischung aus Zucker und Hefe, auch Liqueur de Tirage genannt, versetzt, um die zweite Gärung in der Flasche zu ermöglichen. Während dieser Gärung wird Kohlendioxid freigesetzt, das in der Flasche eingeschlossen wird und so den charakteristischen Sprudel des Champagners erzeugt. Nach Abschluss der zweiten Gärung wird der Champagner degorgiert, das bedeutet, dass der Hefesatz entfernt wird. Die Reifezeit von Champagner in der Flasche ist ein wichtiger Faktor für die Qualität des Endprodukts. Während die gesetzliche Mindestlagerungsdauer für Champagner in der Flasche 15 Monate beträgt, reifen viele Champagner für mehrere Jahre.

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